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SdKfz 171 "Panther"

Bei diesem Modell handelt es sich um einen:

Deutschen Panzerkampfwagen V "Panther" (Sd. Kfz. 171) Ausführung G

Panther Ausf. G mit Nachtsichtgerät

Technische Daten

Bewaffnung: 7,5 cm KwK 42 L/70 & 2 MG 34 Kaliber 7,92 mm
Motor: Maybach HL230 P30
Kraftstoffvorrat: 700 Liter
Fahrleistung / Geschwindigkeit: 46 km/h
Reichweite: 177 km auf der Straße und 89 km im Gelände
Besatzung: 5 Mann
Gewicht: 44,8 to

Über den Panther

Vor dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion im Juni 1941 hatten die mittleren Kampfpanzer III und IV der deutschen Panzergruppe die Schlachtfelder beherrscht. Bei einem kleinen eher unbedeutendem Gefecht nähe der Stadt Mzensk traf die 4. deutsche Panzerdivision auf eine Brigade der Roten Armee, die mit mittleren Panzer T-34 und den schweren Panzern KW-1 ausgestattet waren. Bedingt durch die schräge Bugpanzerung der T-34 und die noch stärkere Panzerung der KW-1 prallten die Geschosse der deutschen Panzer einfach ab. Während dessen die russischen Panzergranaten mühelos die schwache Panzerung der deutschen Panzer III und IV durchschlugen.

Im November 1941 untersuchten Fachleute des deutschen Rüstungsministeriums erbeutete T-34, die Panzer die die Deutschen mittlerweile fürchteten. Im Vergleich zu den deutschen Panzern III und IV stellte der T-34 nur Vorteile dar. Zum einen die schräge Panzerung an der die Geschosse oftmals abprallten. Die deutschen Panzer waren mit ihren senkrecht stehenden Panzerplatten benachteiligt. Auch die großen Laufräder (ohne Stützrollen) boten weniger Rollwiderstand und zwischen ihnen häufte sich kaum Schlamm oder Schnee an. Diese Neuerung im Panzerbau stammte aus den zwanziger Jahren von dem amerikanischen Erfinder Walter J. Christie. Das US-Militär zeigte zur damaligen Zeit kein Interesse an dieser Konstruktion weshalb er im Ausland Käufer suchte. Den Russen gefiel diese Konstruktion und sie übernahmen zahlreiche Merkmale von Christie. Durch die Verwendung der breiten Kette wurde der Bodendruck vom Panzer gesenkt, was gegenüber den deutschen Panzern mit ihren schmalen Ketten im Gelände ein eindeutiger Vorteil war. Auch die Kanone mit dem großen Kaliber 7,62 cm hatte eine wesentlich höhere Durchschlagskraft als die 3,7 bzw. 5,0 cm KwK der deutschen Panzer.

Aus dieser Grundlage gab das deutsche Rüstungsministerium schnell die Konstruktion eines neuen mittleren Kampfpanzers in Auftrag. Die Eckpunkte waren eine 7,5 cm Kanone, ein Gesamtgewicht von 27 bis 32 to, eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h, eine schräge Panzerung von 60 mm vorne und 40 mm an den Seiten. Im November 1941 erhielten die Werke Daimler Benz und MAN den Auftrag das Laufwerk für den neuen Panzers zu entwerfen. Die deutschen Panzer hatten bislang immer Benzin Motoren im Heck und den Antrieb vorne. Der Entwurf von Daimler Benz sah einen Diesel Motor im Heck vor mit dem das Schaltgetriebe direkt verbunden war, wie bei den T-34. Dafür musste der Turm weiter nach vorne gerückt werden als bei den bisherigen deutschen Panzern. Auch sollten die großen Laufrollen und das Christie Fahrwerk übernommen werden. Dieser Entwurf von Daimler Benz war praktisch eine deutsche Kopie des T-34. Das MAN Chassis wurde aber als Prototyp übernommen. Im Heck der Benzin Motor und vorne die Getriebe. Die Anordnung des Turms war in der Panzer Mitte. All das entsprach den Konstruktionen der deutschen Panzer aus der damaligen Zeit. Einzigste Änderung war die Schrägstellung der Panzerplatten. MAN hielt sich bei der Konstruktion des Laufwerks an die übliche Auslegung der deutschen Halbkettenfahrzeuge, große ineinander verschachtelte Laufwerke.
Den Auftrag für die Turmkonstruktion erhielt die Firma Rheinmetall. Die ersten Vorserien Fahrzeuge wurden von der Wehrmacht im Mai 1942 bestellt. Die offizielle Bezeichnung lautete Pz.Kpfw. V Panther Ausf. D (Sd.Kfz. 171). Die Alliierten bezeichneten den Panther als "Mark V".
Im August 1942 übergab MAN der Wehrmacht die ersten zwei Vorserien Panther zur Erprobung. Um den Panther schnell an der Front zum Einsatz zu bringen wurden von der Wehrmacht einige technische Probleme ignoriert. Der Anlauf der Großserie begann im November 1942. Der Panther wurde in den Werken MAN (Nürnberg), Daimler Benz (Berlin), Henschel & Sohn (Kassel) und MNH (Hannover) gebaut.
Die Produktion des Nachfolgers der Ausf. D begann im September 1943. Er hatte die Bezeichnung Panther Ausf. A (Sd.Kfz.171). Der wesentliche Unterschied war ein neu konstruierter Turm, leicht zu erkennen an den unterschiedlichen Kommandantenkuppeln. Die Ausf. D hatte eine zylindrische Walzstahlkuppel von 25 cm Höhe besessen, aus der sechs rundum angeordnete Panzerglasblöcke die Gefechtsfeldbeobachtung gestatteten. Die Ausf. A hingegen hatte eine leicht konische Gußstahlkuppel mit sieben Winkelspiegeln, zu dem war auf der Kuppel ein Drehring, der erlaubte den Anbau eines MG´s zur Bekämpfung von Infrantie oder Tieffliegern. Ein weiteres äußeres Kennzeichen der Ausf. A erschien im Herbst 1943, im Wannenbug rechts wurde statt der Sichtluke für frn Funker eine Kugelblende mit einem 7,62 mm MG eingebaut. Dieses MG wurde vom Funker bedient. Das Fahrgestell hingegen ist bei beiden Ausführungen weitgehend gleich geblieben. Auch die Nebelbecher die bei der Ausf. D noch vorhanden waren, wurden weg gelassen, da diese sich ab und an bei Treffer durch den Feind auslösten und dadurch ungewollte Verwirrung gestiftet wurde.
Nachfolger der Ausf. A war der Panther Ausf. G (Sd.Kfz. 171). Diese Produktion lief ab dem Früjahr 1945. Der Turm war der Gleiche wie bei der Ausf. A. Das Fahrwerk hingegen wurde unter anderem mit stärkerer Drehstabfederung verbessert, was auch mittlerweile nötig war wegen dem Ansteigen des Fahrzeug-Gewichtes, bedingt durch Änderungen (stärkere Panzerung usw.). Die Sichtluke des Fahrers im Fahrzeugbug entfiel dafür bekam der Fahrer über seinen Platz einen drehbaren Winkelspiegel. Über den Auspuffrohren wurde ein sogenannter Flammenvernichter angebracht. Dieser sollte verhindern das bei Nachteinsätzen Flammen aus den Auspuffrohren kamen und der Panzer so gesehen werden konnte. Auch wurde über dem Grill des linken Motorgeblässes eine Heizung für den Mannschaftsraum eingebaut.

Anmerkung:
Ab dem Panzer V folgten die Ausführungen nicht mehr in alpahbetischer Reihenfolge!

Panther Ausf. D

Panther Ausf. A

Panther Ausf. G

Produktionszahlen

Ausführung D        
Monat MAN Daimler Benz Henschel MNH
Januar 43 4 0 - -
Februar 43 11 6 0 1
März 43 25 14 10 19
April 43 0 19 26 39
Mai 43 68 60 25 41
Juni 43 31 40 25 36
Juli 43 58 65 19 48
August 43 38 26 15 36
September 43 7 20 10 -
Summe: 242 250 130 220
Gesamtproduktion:       842
Ausführung A        
Monat MAN Daimler Benz MNH Demag
August 43 - - 3 0
September 43 46 50 45 (8)
Oktober 43 104 90 50 (13)
November 43 76 71 75 (10)
Dezember 43 114 82 60 (11)
Januar 44 105 90 75 (8)
Feburar 44 106 70 90 -
März 44 94 85 90 -
April 44 - 105 100 -
Mai 44 - 32 111 -
Juni 44 - - 120 -
Juli 44 - - 11 -
Summe: 645 675 830 50
Gesamtproduktion:       2.200

HINWEIS:
Die Zahlen für Demag sind auf der Grundlage der Gesamtproduktion des Waffenamts geschätzt. Die Unterlagen sind im Krieg verloren gegangen.

Ausführung G      
Monat MAN Daimler Benz MNH
März 44 2 - -
April 44 105 - -
Mai 44 125 78 -
Juni 44 130 120 -
Juli 44 135 125 108
August 44 155 70 131
September 44 140 80 120
Oktober 44 78 100 96
November 44 103 115 100
Dezember 44 100 105 80
Januar 45 20 109 80
Februar 45 22 41 65
März 45 8 32 26
April 45 20 29 -
Summe: 1.143 1.004 806
Gesamtproduktion:     2.953

Quelle: Thomas L. Jentz, Germany´s Panther Tank, Atglen, PA: Schiffer, 1995

Mein Modell

Bei meinem Modell handelt es sich um ein Tamiya RC Full Option Modell (56022). Es wird ein fast reines Baukasten Modell und wird nach dem Original Tamiya Bauplan gebaut. Die bislang einzigste Ausnahme ist, das die Luke vom Fahrer und Funker durch WECOHE Metall Luken ersetzt werden, so dass man diese öffnen kann. Auch werde ich die Original Rohrverzurrung aus Kunststoff gegen die voll funktionsfähige Rohrverzurrung aus Metall von WECOHE austauschen. Ansonsten werde ich voraussichtlich auf weitere Zurüst- bzw. Tuningteile verzichten.

Die Funktionen des Modells:

Jede Kette wird von einer seperaten Motorgetriebeeinheit angetrieben. Gesteuert wird diese über eine DMD Steuereinheit. Somit ist ein realistisches Fahrverhalten (vorwärts, rückwärts und drehen auf der Stelle durch ein Gegenlaufen der Ketten) möglich.

Der Turm läßt sich drehen und die Kanone heben und senken. Die Schußsimulation erfolgt durch einen Blitz, dabei macht das Kanonenrohr einen Rückstoß. Das Bug MG wird ebenfalls durch ein blitzen simuliert. Zu dem wird von dem Modell der folgende Sound wieder gegeben: Anlassen des Motors, Motordrehzahl Geschwindigkeitsabhängig, Hydraulik beim Turm drehen bzw. Kanonenrohr heben und senken, Schußsimulation und MG-Feuer. Gesteuert werden diese Zusatzfunktionen durch eine DMD Multifunktionseinheit. Diese Einheit macht es möglich, dass man das Modell trotz der vielen Funktionen mit einer Vierkanal Fernsteuerung bedienen kann.

Als Fernsteuerung benutze ich die Graupner mx-12.

Anmerkung:
Welches Tarnchema mein Modell bekommt weiss ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Da ich auf entsprechende Lektüre warte, woraus ich mir noch Anregungen holen möchte.

Modell Daten

Hersteller: Tamiya
Maßstab: 1:16
Länge:  
Breite:  
Gewicht:  

Baubericht in Text und Bild

Der Baukasten

Der geöffnete Baukasten Die Bauanleitung und vorsortiertes Schraubenmaterial

Begonnen habe ich mit der ersten Baustufe, die Montage der Kettenspanner.

Die fertig montierten Kettenspanner

In der Baustufe zwei und drei wurde die Aufnahme für die Schwingen und Drehstabfedern in die Chassis-Wanne montiert.

In der vierten Baustufe wurde die Drehstabfederung und die Schwingen montiert.

Die montierten Schwingen Die Drehstabfederung

In der fünften Baustufe wurden die Vorgelege und Kettenspanner montiert.

Der Kettenspanner Die Aufnahme für das Leitrad

In der sechsten Baustufe wurden die Getriebe eingebaut.

Die Getriebe im eingebauten Zustand

In der siebten Baustufe wurde die Rückwand zusammengebaut und an das Chassis montiert.

Die montierte Heckplatte

In der achten Baustufe wurden die Laufrollen zusammengebaut.

Die Montage der Laufrollen

In der neunten Baustufe wurde das Kettenrad, die Laufrollen, das Leitrad an das Chassis geschraubt und die Kette montiert.

Die montierten Laufrollen Laufrollen und Ketten

In der zehnten Baustufe wurden die Fernsteuerungskomponenten eingebaut, um einen Funktionstest durchzuführen. Hierbei kam das erste Problem auf mich zu. Die Ketten liefen nicht richtig in den Kettenrädern. Nach einiger Recherche im Internet bin ich auf einen Tip gestoßen. Man sollte zwischen die beiden Kettenräderhälften eine 0,2 bis 0,3 mm dicke Unterlegscheibe einfügen. Damit sollte das Problem beseitigt sein. Gesagt getan, und es funktionierte!

Das elektronische Innenleben

In meiner elften Baustufe wurde die KwK in den Turm montiert, ebenso wie die Mechanik für den Rohrrückzug und das Heben und Senken der KwK. In das Wannenoberteil wurde die Mechanik zum Drehen des Turms eingebaut. Das Wannenoberteil und der Turm wurden provisorisch auf das Chassis montiert um einen Funktionstest durchzuführen. Der Funktionstest wurde erfolgreich durchgeführt.

Turm und KwK Die Elektronik und Mechanik im Turminneren

Nach dem ich die Zurüstteile (Fahrer- und Funkerluke zum öffnen sowie die bewegliche Rohrverzurrung) von WECHOE erhalten habe, wurden diese Komponeten von mir in den nächsten Baustufen eingebaut.

Die Fahrer- und Funkerluke von WECOHE Die Rohrverzurrung von WECOHE Im Vergleich die Original Tamiya Rohrverzurrung

In der 12. Baustufe habe ich damit begonnen, die eingegossenen Luken für Fahrer und Funker auszufräsen. Im Gegensatz zu meinem Königstiger mit Proscheturm, wo ich einen Dremel benutzte, habe ich mich hierbei meiner Fräsmaschine als Hilfsmittel bedient. Die Ausfräsungen wurden dadurch viel genauer als beim Königstiger. Als erstes wurden die Scharniere weggefräst. Danach habe ich die Luken ausgefräst.

Das in der Fräse eingespannte Wannenoberteil Wegfräsen der Scharniere Das entfernte Scharnier
Ausfräsen der Luke Die ausgefräste Luke Beide ausgefrästen Luken auf einen Blick

Die ausgefrästen Luken wurden mittels einer Schlüsselfeile entgradet.

Um die Auflagen für die Lukendeckel zu erstellen habe ich mir einen Streifen aus einer Polystyrol-Platte ausgeschnitten. Dieser Streifen wurde von unten in das Wannenoberteil mittels Kunststoffkleber eingeklebt.

Aussägen des Polystyrols-Streifens Der eingeklebte Streifen von "innen".... ....und von "außen"

In das Wannenoberteil mussten zwei kleine Löcher vom Durchmesser 1,5 mm gebohrt werden. Da rein wurden die neuen Scharniere gesteckt und mit Sekundekleber verklebt. Damit das Ganze auch vernünftig hält wurden die Scharniere von unten mit dem Zweikomponenten Kleber Stabilit Express gesichert. Die Luken wurden eingehangen und durch die Bohrungen der Scharniere wurde ein 1,5 mm Messingdraht gesteckt. An den Enden wurde dieser Messingdraht ebenfalls mit Stabilit Express verklebt um ein rausrutschen zu verhindern.

Das eingeklebte Scharnieraußenteil Die eingehangene Luke mit dem Messingrundmaterial Die funktionsfähige Luke

Als nächstes musste die Lukenauflage noch ausgefräst werden. Auch hier habe ich mich wieder meiner Fräsmaschine bedient.

Beim ausfräsen der Auflage

Nun wurden die Beschlagteile an die Luken angebracht. Die Griffe für außen habe ich mir aus einem 1 mm Messingdraht selber gebogen. In die Luken wurden zwei 1 mm Löcher gebohrt. In diese Bohrungen wurden die Griffe eingesteckt und mit Sekundenkleber verklebt. Die Luckenverriegelung und die Stange zum schließen der Luke waren im Set von WECOHE enthalten. Diese Teile wurden an der Lukeninnenseite angebracht. Auch hier habe ich die Befestigungspunkte mit einem 1 mm Bohrer zur Fixierung angebohrt. Die Beschlagteile wurden dann mit Sekundenkelber eingeklebt.

Die geschlossenen Luken mit den Griffen Die geöffneten Luken mit der Verriegelung

In der 13. Baustufe wurde mit der Montage der Rohrverzurrung begonnen. Als erstes wurde die Auflage (Original Tamiya Teil) für die Rohrverzurrung auf das Wannenoberteil geklebt. Als zweites habe ich mir zwei Markierungen angezeichnet in die dann ein 1 mm Loch gebohrt wurde. Dieses Loch dient zur Fixierung des Fußes der Rohrverzurrung. Der Fuß der Rohrverzurrung wurde mit Sekundenkleber eingeklebt. Die Auflage der Rohrverzurrung wurde in den Fuß gesteckt und mit einem kleinen Bolzen von 2 mm Durchmesser auf jeder Seite verstiftet. Diese Bolzen wurden mit Sekundenkleber eingeklebt.

Die Auflage der Rohrverzurrung Der eingeklebte Fuß
Die Auflage der Rohrverzurrung "stehend"..... .....und "liegend"

So damit endet mein Baubericht vorerst für unbestimmte Zeit, da ich wie bereits oben geschrieben noch auf Lektüre warte in der ich mir Ideen zum lackieren vom Modell holen möchte. Leider steht der genaue Erscheinungstermin der Lektüre nicht fest.

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