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SdKfz 182 Königstiger mit Porscheturm

Bei meinem hier vorgestellten Modell handelt es sich um den Königstiger mit Porscheturm mit der Turmnummer 313 von der schweren Panzerabteilung 503, so wie er im Sommer 1944 in der Normandie im Einsatz war.

Technische Daten

Bewaffnung: 88 mm Kanone Kaliber 71 & MG 34/42
Motor: 12 Zylinder Maybach Motor (Typ HL230-P30) mit 23 Liter Hubraum und 700 PS Leistung
Kraftstoffvorrat: 860 Liter
Fahrleistung / Geschwindigkeit: 38 km/h
Reichweite: 170 km auf der Straße und 110 km im Gelände
Besatzung: 5 Mann
Gewicht: 69,8 to

Das Modell

Bei meinem Modell handelt es sich um ein Tamiya Standmodell (36201). Es wurde mit den Komponenten aus dem Tamiya Baukasten (56017), vielen Tuning Teilen von Axels-Modellbau-Shop und Wecohe zu einem RC-Full Option Modell umgebaut.

Die Funktionen des Modells:

Jede Kette wird von einer seperaten Motorgetriebeeinheit angetrieben. Gesteuert wird diese über eine DMD Steuereinheit. Somit ist ein realistisches Fahrverhalten (vorwärts, rückwärts und drehen auf der Stelle durch ein Gegenlaufen der Ketten) möglich.

Der Turm läßt sich drehen und die Kanone heben und senken. Die Schußsimulation erfolgt durch einen Blitz, dabei macht das Kanonenrohr einen Rückstoß. Das Bug MG wird ebenfalls durch ein blitzen simuliert. Zu dem wird von dem Modell der folgende Sound wieder gegeben: Anlassen des Motors, Motordrehzahl Geschwindigkeitsabhängig, Hydraulik beim Turm drehen bzw. Kanonenrohr heben und senken, Schußsimulation und MG-Feuer. Gesteuert werden diese Zusatzfunktionen durch eine DMD Multifunktionseinheit. Diese Einheit macht es möglich, dass man das Modell trotz der vielen Funktionen mit einer Vierkanal Fernsteuerung bedienen kann.

Als Fernsteuerung benutze ich die Graupner X-412.

Modell Daten

Hersteller: Tamiya
Maßstab: 1:16
Länge: 63,0 cm
Breite: 23,5 cm
Gewicht:
(Fahrbereit, mit Akku, einer Figur und Kunststoff Ketten)
4821 g

Baubericht in Text und Bildern

Als erstes möchte ich eines Vorweg sagen, den Umbau des Königstigers mit Porscheturm zum Full Option Modell habe ich aus den Original Teilen von den beiden Tamiya Baukästen Königstiger mit Porscheturm, Standmodell (36201) und Königstiger mit Henscheltrum, Full Option Modell (56017) gebaut (ein bißchen weg schneiden, ausschleifen, ankleben usw.). Auf die Hilfe von Dreh- und Fräsmaschine musste ich verzichten, da ich mit dem Bau des Modells während meines Winterurlaubs 2005/2006 im Schwarzwald bei meinen Schwiegereltern begonnen habe. Lediglich eine Dremel mit biegsamer Welle diente mir als Hilfe zum bohren, fräsen und ausschleifen. Folgende Tuning Teile von Axels-Modellbau-Shop und Wecohe dienen zum besseren Fahrverhalten des Modells:

- das Reduziergetriebe,
- die verbesserten Drehstäbe,
- die Getriebeabstützung,
- und die verbesserten Kettenspanner.

Alle weiteren Tuning Teile sind für eine optische Verbesserung bzw. zur besseren Detaillierung und Darstellung bestimmt.

Die Bauanleitung an die ich mich gehalten habe, war in erster Linie die aus dem Baukasten 56017 dem Full Option Modell. Die Bauanleitung vom Standmodell 36201 diente mir nur in wenigen Punkten beim Zusammenbau des Turms, da dort der Hauptunterschied liegt.

Die beiden Baukästen auf einen Blick Die Tuning Teile die im Winter 05/06 vorhanden waren

Mein erster Bauabschnitt war das Einbauen von den Reduziergetrieben. Zu den Reduziergetrieben möchte ich sagen, Licht und Schatten! Begeistert bin ich über die Kraft und das langsame Laufen vom Modell. Ein absoluter Nachteil, den ich im nach hinein feststellen musste, durch die Änderung der Übersetzung geht die leichte rückwärts Bewegung der Ketten (Rückstoß) bei der Schußfunktion verloren. Wer also wert auf diese Funktion legt, sollte auf den Einbau der Reduziergetriebe verzichten.

Das Reduziergetriebe im nicht eingebauten Zustand Die Getriebe auf einen Bilck Das Reduziergetriebe im eingebauten Zustand

Im zweiten Bauabschnitt habe ich der Bauanleitung vorgegriffen und mich an den Bauabschnitt 4 gehalten. Nach dem dieser Bauabschnitt geschafft war kam ein weiter Zubehör Teil zum Einsatz, die Getriebeabstützung. Diese wurde einfach nur angehalten, die zwei Befestigungslöcher angezeichnet, verbohrt und zusammen geschraubt.

Die eingebaute Getriebeabstützung

Im dem dritten Bauabschnitt habe ich mich an die in der Bauanleitung angegebenen Bauschritte 1 bis 3 und 5 gehalten. Auch hier kamen wieder Tuning Teile zum Einsatz, und zwar die verbesserten Drehstabfedern.

Die Drehstäbe, oben das Original von Tamiya, unten das Tuning Teil Die Innenansicht ohne die eingebauten Drehstäbe Außenansicht

Im vierten Bauabschnitt habe ich mich an die in der Bauanleitung angegebenen Bauschritte 6 bis 8 gehalten. Auch hier kamen wieder Tuning Teile zum Einsatz, die verbesserten Kettenspanner.

Der verbesserte Kettenspanner im eingebauten Zustand Im Vordergrund beide Kettenspannzer rechts und links, im Hintergrund die eingebauten Drehstäbe

Im fünften Bauabschnitt wurden die Getriebe eingebaut (Bauanleitung Bauschritt 9).

Im sechsten Bauabschnitt wurde die Rückwand vom Chassis zusammengebaut und an die Chassis-Wanne montiert (Bauanleitung Bauschritte 10 bis 12). Auf das Anbringen von Beschlagteilen wie zum Beispiel Wagenheber etc. habe ich aber vorerst noch verzichtet.

Die montierte Rückwand

Im siebten Bauabschnitt habe ich die Laufrollen zusammengebaut (Bauanleitung Bauschritt 13).

Einzelteile der Laufrollen

Im achten Bauabschnitt habe ich die Chassis-Wanne grundiert. Die Metallteile wurden erst mit Tamiya Metal Primer lackiert und anschließend wurde alles mit Tamiya Surface Primer (L) grundiert.

Die grundierte Chassis-Wanne

Im neunten Bauabschnitt wurden die Laufrollen und die Ketten am Chassis montiert. Ebenfalls erfolgte der Einbau der RC-Anlage (Bauanleitung Bauschritte 14 bis 22). Anschließend wurde die DMD-Einheit und das Multifunktionsmodul eingestellt und der erste Testlauf konnte erfolgreich durchgeführt werden.

Die eingebaute RC-Anlage  

Im zehnten Bauabschnitt komme ich zum Umbau des Turms. Nach einiger Zeit des überlegens bin ich zu dem Entschluss gekommen die Originalteile vom Königstiger mit Henschelturm (56017) so umzubauen, dass sie in den Porscheturm (36201) passen.

Angefangen habe ich damit die Frontplatte (D9) unten etwas zu kürzen, damit sie vernünftig in den Turm passt. Dann habe ich die Wippe (F8 und F5) zusammengeklebt und um das dicke Stück abgesägt. Außerdem musste ich die Rundung, wo die Wippe durchgeführt wird, etwas vergrößern.

Die vergrößerte Rundung

Im Anschluss habe ich das Ganze wie in der Bauanleitung in den Bauschritten 28 und 29 gezeigt zusammengebaut. Das ganze sah dann so aus:

Den Turm habe ich etwas ausgearbeitet, damit die umgebaut Frontpallte besser hineinpasst. Siehe folgendes Bild:

Außerdem habe ich unten eine kleine Leiste für den besseren Sitz der Frontplatte eingeklebt. Die Leiste habe ich mir aus einem Reservekettenglied (A3) geschnitten.

Nun weiter an der umgebauten Wippe. Die Wippe musste ich etwas verlängern, damit sie aus dem Turm herausschaut und man daran die Kanonenrohrummantelung befestigen kann. Da ich die Kanonenrohrummantelung und das einteilige Alurohr mit der entsprechenden Verlängerung von Axels-Modellbau-Shop verwendet habe konnte ich mir als Verlängerung das Teil G3 aus dem Königstiger-Baukasten mit Porscheturm (36201) von nutzen machen. Also habe ich das Teil G3 auf das abgesägte Ende der bereits zusammengebaute Wippe eingeklebt.

Achtung, vor dem Einkleben erst das Teil anpassen, da von dem dicken Ende auch noch etwas weggeschliffen (wegen der Beweglichkeit) werden muss!

Das Teil G3 musste ich auch noch etwas kürzen (aber nicht zu kurz, lieber später noch etwas genauer anpassen).

Bevor ich nun die fertige Frontplatte eingeklebt habe, wurde die Bohrung durch das Kanonenrohr durchläuft etwas ausgeschliffen, damit sich das Kanonenrohr leicht bewegen läßt. Auch der Durchlas am Turmgehäuse musste etwas vergrößert werden.

Der aufgeweitete Durchlas am Turmgehäuse

Das war gemacht, nun konnte die Frontplatte eingeklebt werden. Das ganze sieht dann so aus:

Die eingeklebte Frontplatte von Innen Der Turm von außen, nach dem die Frontplatte eingeklebt ist

Die Rückzugeinheit wurde wie in der Bauanleitung im Bauabschnitt 30 gezeigt zusammengebaut und mit dem Kanonenrohr in den Turm eingebaut. Das ganze ist etwas Fummelarbeit, da man die Rückzugeinheit im Turm verschraubt und nicht wie beim Henschelturm erst zusammenbaut und dann einbaut. Ich empfehle aber erst noch die Kanonenrohrummantelung an der Wippe anzubringen. Ich hatte das erst nicht gemacht und als ich diese dann eingeklebt hatte, musste ich wieder alles auseinander bauen, da das Rohr mit festklebte..... Schei.....!!!!
Um die Ummantelung richtig fest zu bekommen habe ich mir aus Plastikresten zwei kleine Stücke geschnitten die ich oben und unten als Verstärkung mit angeklebt habe. Davon habe ich leider keine Bilder. Wenn ich da die Möglichkeit zum Drehen gehabt hätte, dann hätte ich mir dafür einen dünnen Aluring gedreht.

Alurohr mit Wippe und Rückzugeinheit vor dem Einbau in den Turm Wippe und Rückzugeinheit

Nun komme ich zur Hebe- und Senkeinheit. Den Motor mit Getriebe habe ich wie in der Bauanleitung Bauabschnitt 32 zusammengebaut. Die Metallplatte MK5 habe ich ca. 90 Grad nach oben gebogen (leider habe ich davon kein Bild gemacht) und dann auf den Motor geschraubt. In dem Turm habe ich dann die Position angezeichnet wo die Einheit hin soll. Die Einheit wurde dann mit Sekundenkleber fixiert und von außen wurden zwei kleine Bohrungen (Durchmesser 3 mm) in den Turm gebohrt, damit ich die Einheit auch verschrauben kann.

Die zwei 3 mm Bohrungen von außen

Die Einheit wurde danach mit Stabilit Express verklebt. Eigentlich wollte ich die Schrauben nach dem verkleben wieder herausdrehen, ich hab sie aber dann gelassen, da es sich um Senkkopfschrauben handelt und diese sieht man nach dem Anbringen von Zimmerit nicht mehr.

Die eingeklebte Hebe- und Senkeinheit von Innen

Nun kommt das Turmunterteil an die Reihe. Von dem Unterteil (D17) aus dem Porschturm Baukasten habe ich die Halterung für das Kanonenrohr entfernt. Zu dem musste ich die Teile MK1 und ML2 sowie das Gegengewicht laut Bauanleitung wie den Bauschritten 33 und 34 anbringen. Danach das Unterteil anschrauben und fertig..... dachte ich. Nach dem Funktionstest musste ich feststellen, dass die Rückstoßeinheit beim Heben vom Kanonenrohr am Turmunterteil aneckt..... wieder Schei.....!!!!
Gut dann habe ich das Turmunterteil wieder auseinandergebaut und noch etwas ausgearbeitet.
Damit war der Turmumbau abgeschlossen.

Die ausgearbeitete Ecke an der die Einheit aneckt

Nach dem nun der Hauptumbau des Turms abgeschlossen war, habe ich mich der Turmaußenseite gewidmet. Die Luke vom Richtschützen wurde so umgebaut, das man diese öffnen und schließen kann. Als Kommandantenluke habe ich das Zubehörteil von Axels Modellbaushop genommen. Diese läßt sich auch öffnen und schließen. Die hintere Turmabschlußplatte wurde wie in der Bauanleitung (Porscheturm) angegebenen Bauschritte 16 und 17 gebaut.

Die funktionsfähige Luke des Richtschützen Die Kommandantenluke von Axels Modellbau Shop Die hintere Turmabschlußplatte

Im elften Bauabschnitt habe ich mich der Chassiswanne gewidmet. Ein Hauptaugenmerk lag hierbei die Luken vom Fahrer und Funker beweglich zu machen. Mit einem scharfen Cutter und in mühsamer Arbeit habe ich die Luken vom Fahrer und Funker ausgeschnitten.

Die Chassiswanne im Originalzustand Die Chassiswanne mit den ausgeschnittenen Luken

Damit ich die Zubehör-Luken von Wecohe nutzen konnte, habe ich von unten eine Polystyrol Platte eingeklebt.

Die ausgeschnittenen Lukenöffnungen von unten Die Polystyrol Platte Die Polystyrol Platte im eingeklebten Zustand Die Außenansicht

Um einen genauen Sitz der Luken hinzubekommen, habe ich die Polystyrol Platte von oben mit Stabilit Express ausgegossen. Als Hilfsmittel habe ich mir ein Stück Kunstoffrohr auf die Luken geklebt. Damit ich die Luken nach her auch wieder gut ab bekomme, wurden diese vor dem Eindrücken in die Stabilit Masse gut eingefettet. Nach dem der Stempel eingesetzt war und der Kleber etwas angezogen hatte, habe ich den Rand vorsichtig mit einem Modellierspachtel weg gekratzt.

Die Luke eingedrückt in die Stabilit Masse Beim auskratzen

Nach dem der Stabilit ausgehärtet war habe ich den Stempel entfernt, das Fett weg gewischt und mit einem Stift die Fräskanten angezeichnet.

Das Entfernen der Luke Nach dem Entfernen Angezeichnet zum ausfräsen

Im Anschluss daran wurde die Öffnung mit einer Dremel und einer biegsamen Welle ausgefräst.

An die Luken wurde von unten ein kleines Stück Messingrohr (Durchmesser 4 mm) angeklebt. In die Chassiswanne wurde dann ein 4,2 mm Loch gebohrt. Durch das die Luke gesteckt wurde. Mit zwei Scheiben einer Feder und einem Splint versehen sah das Ganze aus wie folgt:

Im geschlossenen Zustand Eine geöffnete Luke

Nach dem der Umbau der Luken abgeschlossen war habe ich mich dem Anbringen von ein paar Beschlagteilen gewidmet. Hier wurden wieder Zubehörteile verwendet. Auch der Turm wurde wie in der Bauanleitung (Porscheturm) im Bauschritt 14 gezeigt mit einigen Beschlagteilen versehen.

Die Abschleppseilhalter Die geätzten Lüftergitter Die Abschleppschäkel
Die Abschleppseilhalter Die Abschleppseilhalter im Detail Die Lüftergitter Die Schäkel

Mein zwölfter Bauabschnitt war das Grundieren vom Modell. Hierzu habe ich die Tamiya Grundierung Surface Primer (L) benutzt. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch unschlüssig, ob ich die Seitenschürzen an das Modell montiere oder weg lasse. Aus diesem Grund habe ich mir aus den Teilen C1 und C26 nur die vorderen Schutzbleche mit einem Cutter rausgeschnitten und montiert (Bauanleitung Bauschritt 25).

Im Zeichen des dreizehnten Baubabschnittes stand das Anbringen von Zimmerit. Da die Erstellung von Zimmerit Belag absolutes Neuland für mich war, habe ich lange überlegt, wie ich die Zimmerit Beschichtung anbringen soll. Letztendlich habe ich mich entschieden, das Ganze mit Revell Spachtelmasse zu machen. Gearbeitet habe ich immer in kleinen Abschnitten. Ich habe die Revell Spachtelmasse nicht zu dick aufgetragen, etwas antrocknen lassen und dann mit der Rückseite eines schmalen Pinsels das Muster eingekratzt. Anfänglich hat das Ganze sehr gut funktioniert. Leider habe ich bei dieser Tätigkeit einen Fehler gemacht. An den Seiten und am Turm ist mir das Muster zu groß geraten, was ich aber erst später bemerkt habe. Ich hätte einfach sorgfältiger Arbeiten müssen und das Pinselende öfters reinigen müssen. Im nach hinein muß ich sagen, wäre es vielleicht besser gewesen, ich hätte für die Arbeit Zahnstocher benutzt und diese dann öfters gewechselt. Auch habe ich überlegt, das ganze wieder abzuschleifen und neu zu machen. Aber da dies mein erster Versuch war habe ich mich entschlossen das einfach so zu lassen und beim nächsten Modell es besser zu machen. Nach dem die Struktur eingekratzt war und die Spachtelmasse ausgehärtet war wurde das Ganze mit etwas Stahlwolle leicht abgeschliffen.

Im vierzehnten Bauabschnitt habe ich mit der dreifarben Tarnlackierung begonnen. Als Airbrush Pistole benutzte ich eine Gabbert Triplex, mit der sich sehr gut Arbeiten läßt. Als Farben verwende ich vorwiegend Tamiya Acryl Farben, womit ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Angefangen habe ich damit, das Modell komplett in dunkelgelb Farbnummer XF-60 zu lackieren.

Anschließend habe ich die Tarnstreifen in rotbraun Farbnummer XF-64 auflackiert.

Zum Schluß wurden die dunkelgrünen Tarnstreifen Farbnummer XF-61 auflackiert.

Ursprünglich wollte ich den Königstiger ohne die seitlichen Seitenschürzen bauen. Nach einiger Überlegung und anschauen verschiedener Bilder bin ich aber zu dem Entschluß gekommen, doch die Seitenschürzen an das Modell zu montieren. Diese wurden dann montiert und ebenfalls mit einer dreifarben Tarnlackierung versehen. Leider habe ich davon keine Bilder.

Im fünfzehnten Bauabschnitt wurde das Modell einmal komplett mit einer Schicht mattem Klarlack (von Gunze) aus der Sprühdose überzogen. Dieses hat zwei Vorteile, zum einen wird der transparente Rand von den Decals beim Anbringen nicht sichtbar und zum anderen läßt sich das Modell später besser altern.

Im sechszehnten Bauabschnitt wurden die Decals am Turm angebracht. Damit sich diese besser in die Vertiefungen von dem Zimmerit Belag oder auch um Kanten legen lassen habe ich zuvor die Stellen an denen die Decals angebracht werden mit einem Weich-Macher von Gunze dick eingepinselt. Die anzubringenden Descals wurden dann ganz normal in lauwarmen Wasser angelöst und mittels einem Küchentuch und einer Pinzette vorsichtig aufgezogen und in die Vertiefungen eingedrückt. Das Ergebnis, sieht man auf den nachfolgenden Bildern.

Der Weich-Macher von Gunze

Im siebzehnten Bauabschnitt habe ich die Beschlagteile wie Schaufel, Hammer, Axt usw. an dem Panzer angebracht. Diese Teile wurden vor dem Ankleben im Spritzling von Hand mit Tamiya Farben angemalt.

Im achtzehnten Bauabschnitt stand das trocken Malen auf dem Programm. Hier habe ich zum Beispiel mit silberner Farbe Kratzer am Panzer und den Beschlagteilen dargestellt.

die Beschlagteile.... ....bereits gealtert.... ....durch trocken malen
die dargestellten.... ....Kratzer.... ....nach dem trocken malen

Nach langem hin und her habe ich dann endlich auch die Zugseilhalter von Axel´s Modellbaushop bekommen. Diese anzubringen stand dann im Zeichen des neunzehnten Bauabschnittes.

Die Zugseilhalter auf einen Blick

Als erstes habe ich an meinem Modell die Original Kunststoff-Zugseilhalter angehalten. Diese dienten dazu, um mir die genauen Punkte zu zeigen, wo die Zugseilhalter aus Neusilber hin sollten.

In einem weiteren Schritt wurden die Löcher für die neuen Zugseilhalter aus Neusilber gebohrt. Im Anschluss habe ich diese Halter in die Bohrung gesteckt und von hinten verklebt.

Die angebrachten Halter sahen dann wie folgt aus:

Danach wurden die metallig glänzenden Zugseilhalter nach der Tarnlakierung angepaßt.

Das folgende Bild zeigt den Panzer bis zum jetzigen, neunzehnten Bauabschnitt und bevor ich mit der Alterung begonnen habe.

Der zwanzigste Bauabschnitt stand im Zeichen des Altern durch verschmutzen des Panzers. Dazu dienten mir die folgenden Vallejo Farben:

- Nr. 73011 "heller Staub"
- Nr. 956 "Light Orange"
- Nr. 73010 "Patina Braun"

Begonnen habe ich damit, die Farbe "Heller Staub" mit meiner Triplex Airbrush Pistole grob aufzutragen. Das Mischungsverhältnis der Farbe war ca. 2 Teile Wasser und 1 Teil Farbe.

Im Anschluss wurde die Farbe "Light Orange" mitteles eines Pinsels an den Stellen aufgetragen, wo später Rostspuren zu sehen sein sollen.

Dann wurde der Panzer an den zuvor bearbeiteten Stellen mit der Farbe "Patina Braun" mittels meiner Airbrush Pistole überlackiert. Das Mischungsverhältnis ca. 2 - 3 Teile Wasser und 1 Teil Farbe. Das schöne an dieser Farbe ist, sie ist braun und transparent. Dadurch werden die Stellen wie zum Beispiel "Heller Staub" und "Light Orange" so abgedunkelt, das sie als Dreck und Rost wirken.

Auch der Turm wurde wie oben beschrieben gealtert. Allerdings habe ich darauf geachtet, dass im unteren Bereich des Panzers mehr Schmutz ist als oben am Turm.

Der fertig verschmutzte Turm

Das gesamt Ergebnis sah dann wie folgt aus:

Zum Abschluss wurde der Panzer noch einmal mit mattem Klarlack aus der Sprühdose von Gunze überzogen. Normalerweise nutze ich matten Humbrol Klarlack und trage diesen per Airbrush auf. Aus Zeitgründen habe ich mich diesmal aber an den Klarlack aus der Sprühdose gehalten und ich muss sagen, allzu groß ist der Unterschied nicht.

Wen diese Methode des Alterns (verschmutzens) eines Modells interessiert, der kann auch gerne mal H I E R schauen. Dort habe ich einen Eisenbahnwagen verschmutzt.

Der Baubericht wird in Kürze fortgesetzt.....

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