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SdKfz 222 "leichter Panzerspähwagen"

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Bei diesem Modell handelt es sich um einen:

Deutschen leichten Panzerspähwagen (Sd.Kfz. 222)

Technische Daten

Bewaffnung: 2 cm KwK 30/38 mit 180 Schuss und MG 34/42
Motor: Ausf. A (früh): Horch 8 Zylinder V-Motor mit 3520 ccm Hubraum und 75 PS Leistung
Ausf. B (spät): Horch 8 Zylinder Reihen-Motor mit 3820 ccm Hubraum und 90 PS Leistung
Fahrleistung / Geschwindigkeit: 90 km/h auf der Straße
Reichweite: 347 km auf der Straße
Besatzung: 3 Mann
Leer-Gewicht: 4,8 to

Über den leichten Panzerspähwagen 222

Bei dem Sd.Kfz. 222 handelt es sich um einen vierrädrigen leichten Spähpanzer mit Allrad-Antrieb und Allrad-Lenkung der Deutschen Wehrmacht. Dieser leichte Panzerspähwagen Sd.Kfz. 222 war eine Weiterentwicklung des Sd.Kfz. 221 und wurde von 1936 bis 1944 von den Firmen Eisenwerk Weserhütte, MNH und Büssing-NAG gebaut. Er hatte eine Bewaffnung mit einer 2 cm KwK 30 (später Kwk 38) und einem MG 34 (später MG 42). Die Frontpanzerung war bei den ersten Modellen 14,5 mm stark und wurde später auf 30 mm erhöht. Die Panzerung an den Seiten und am Heck betrug 8 mm.
Eine Abart vom Sd.Kfz. 222 war das Sd.KfZ. 223, ein reiner Funkwagen mit nur einem MG 34 und 1050 Schuß bewaffnet. Gleichzeitig trugen die Fahrzeuge einen Funkgerätesatz aus einem FuG 10 SE 30, der später durch ein FuG 12 mit Funksprechausrüstung ersetzt wurde.

Produktionszahlen 1939 163
  1940 138
  1941 290
  1942 414
  1943 306
  1944 21
  1945 -----
Gesamt:   1332

Mein Modell

Die Funktionen des Modells:

Bei diesem Modell handelt es sich um ein RC-fähiges Xion Baukasten Modell, was durch ein Upgrade Kit, Ätzteile-Set und viel Feinarbeit detailgetreuer aufgewertet wurde. Dieses Modell verfügt standardmäßig über eine Allrad-Lenkung und einen Allrad-Antrieb. Außer den Standard mäßigen RC Funktionen (Fahbetrieb) hat dieses Modell noch die folgenden Sonderfunktionen wie Beleuchtung, Bremslicht und Notek-Tarnbeleuchtung bekommen. Für den RC-Betrieb wirde von mir die folgende Elektronik verwendet, ein Standardservo von Kopro für die Lenkung, ein No Name 40 Mhz 6 Kanal Empfänger, der El-Mod Booster 22x zur Fahrtenreglung und Schaltung der Beleuchtung und ein 7,2 Volt NiMH Akku vom Typ 2/3 Sub C.

Als Fernsteuerung benutze ich die Graupner mx-12.

Vorbild des Modells:

Das Vorbild des Modells soll eigentlich ein Sd.Kfz. 222 der 24. Panzer-Division wie er 1943 in Süd-Russland im Einsatz war. Zur Zeit überlege ich noch ob ich nicht vielleicht eine Afrika Version bauen soll!!!

Modell Daten

Hersteller: Xion /
Andrew Design
Maßstab: 1:16
Länge: 29,0 cm
Breite: 12,5 cm
Gewicht:
(Fahrbereit mit Akku und Figur)
1650 g

Baubericht in Text und Bild

Vorwort:

Als ich 2007 den Baukasten vom Sd.Kfz.222 aus dem Hause Xion / Andrew Design bekommen habe war meine Freude sehr groß, endlich mal ein Radpanzer. Von dem Inhalt des Baukasten war ich begeistert, sehr schöne und detailgetreue Resin und ABS Teile. Leider war meine Freude schnell etwas getrübt als ich sah das die Zahnräder nur aus Kunststoff waren. Auch bei den Metallteilen für den Antrieb hatte ich bedenken ob diese ohne Probleme funktionieren oder an den einen oder anderen Ecken schleifen könnten. Außerdem hatten die Metallteile viel Grat und es stand von vorneherein fest hier muss viel nachgearbeitet werden. Dieser Verdacht wurde mir dann auch durch Internetforen und den 2 teiligen Baubericht in der Modellbau-Zeitschrift Kit Militär-Modell Journal (Modellbau - Geschichte - Technik) vom Sept./Okt. 5/2007 und Nov./Dez. 6/2007 bestätigt. Dadurch etwas enttäuscht und auch aus zeitlichen Gründen wurde der Baukasten erst mal aus Seite gelegt. Mittlerweile bei der Auflage der 2. Serie des Sd.Kfz. 222 bzw. Sd.Kfz. 223 sind einige dieser Mängel von Xion behoben worden. Zudem gibt es mittlerweile von Xion ein Upgrade Kit (siehe unten) für den 222/223er mit verbesserten Metallteilen zu kaufen.
Nachdem ich Anfang 2009 das Kettenkrad von Xion / Andrew Design gebaut habe bekam ich wieder richtige Lust den Sd.Kfz.222 zu bauen. Das Ergebnis sieht man im nachfolgenden Baubericht.

Wer Interesse hat kann sich auch einfach einmal unverbindlich die Bauanleitung für das Sd.Kfz. 222 als PDF-Datei
H I E R herunterladen und ansehen.

Das benötigte Werkzeug

Für den Zusammenbau des Modells wird das folgende Werkzeug benötigt:

- Schieblehre,
- Schraubendreher (Schlitz und Kreuzschlitz),
- Imbusschlüssel,
- Spitzzange,
- Elektronikseitenschneider,
- Schlüsselfeilen und Schmiergelpapier,
- scharfes Cuttermesser,
- Pinzette,
- Spannklemmen oder Wäscheklammern,
- kleiner Hammer,
- Handbohrer und entsprechende kleine Bohrer 1,0 bis 3,0 mm und
- Gewindebohrer M2 und M3.

Der Kleber:

- Pattex Sekundenkleber Blitz Matic,
- Plastik-Kleber Vollmer Superzement S30,
- Uhu plus endfest 300 2-Komponenten Epoxidharzkleber und
- Pattex Stabilit Express ebenfalls ein 2-Komponenten Kleber.

Schmier- und Reinigungsmittel:

- reiner Alkohol zum entfetten und reinigen,
- Loctite 648 zum sichern der Schrauben und
- Tamiya Keramik Fett für das Getriebe.

Als Elektro-Werkzeuge dienten mir:

- Dremel zum Bohren und Schleifen,
- Lötstation und
- Wachsspachtelgerät von Rai-Ro.

Der Baukasten (ausgepackt)

Der Baukasten beinhaltet:

- Kunststoffteile aus ABS und Resin,
- Kunststoffzahnräder für das Getriebe aus Nylon,
- Metallteile aus Alu-Guß für Chassis, Achsen, Lenkung und KwK,
- vier Gummireifen,
- Metallkugellager,
- diverse Schrauben und Metallachsen,
- Äztteil (Trümmerschutzgitter für Turm),
- 260er Elektromotor,
- Ladestecker und Ladebuchse mit Kabel,
- Stahlantenne und
- eine Stoffabdeckung für das Ersatzrad.

Das Upgrade Kit und Figur (ausgepackt)

Das Professional Upgrade Kit beinhaltet:

- Inbus Schlüssel 1,5 mm und 2 mm,
- Messingring - Durchführung Lenkgestänge,
- Motorhalter zur Montage von 280er Motoren,
- Achsen mit Kegelzahnrädern,
- Motorgetriebe aus Metall und Messingritzel,
- aus Stahl gedrehte Kardangelenke,
- Radaufnehmer und Kugelgelenk aus Stahl gedreht und
- dazu die passenden Felgen.

Weiteres benötigtes Zubehör für den RC-Betrieb:

- einen Standarservo für die Lenkung,
- einen Fahrtenregler, hier empfehle ich den Booster 22x von El-Mod. Der Vorteil dieses Boosters ist das man daran auch noch Beleuchtungs-Komponenten anschließen kann.
- Einen Empfänger mindestens 4 Kanal,
- einen 7,2 Volt Fahrakku der Zellengröße 2/3 Sub C,
- einen Ein- und Ausschalter und
- LED´s für die Beleuchtung, hier empfehle ich SMD LED´s mit Kabel von z.B.Conrad.

Begonnen habe ich damit die ganzen Metallteile zu entgraten. Für die großen Flächen habe ich den Dremel benutzt.....

.....und für die kleinen Ecken und Kanten diente mir als Werkzeug ein Schaber und Schlüsselfeilen.

Nach dem Entgraten sollte der Zusammenbau vom Motor und Getriebe erfolgen. Hier sollten die Metallteile mit konischen selbstschneidenden Blechschrauben verschraubt werden. Für mich als ehemaliger Werkzeugmacher ein Horror. Also stand Gewindeschneiden auf dem Programm. Alle Bohrungen in die diese Blechschrauben reingeschraubt werden sollten wurden von mir mit dem entsprechenden Innen-Gewinde M2 oder M3 versehen. Dummer Weise ist mir bei der Aktion jeweils ein Gewindebohrer M2 und M3 abgebrochen. Den M2 Gewindebohrer habe ich ohne Probleme wieder heraus bekommen, den M3 hingegen musste ich mit Gewalt heraus schlagen was natürlich das Gewinde beschädigt hat. Das defekte M3 Gewinde habe ich wie folgt repariert:

- aufgebohrt auf 3,3 mm
- M4 Gewinde neu geschnitten
- eine M3 Madenschraube mit Sekundenkleber eingeklebt
- aufgebohrt auf 2,5 mm und
- dann das M3 Gewinde neu geschnitten.

Einen kleinen Bericht über die Reparatur von einem Gewinde gibt es H I E R .
Die dem Baukasten beiliegenden Blechschrauben wurden dann gegen noch vorhandene Metrische Kreutzschlitzschrauben ausgetauscht.

Schneiden vom Gewinde M3

Schneiden vom Gewinde M2

Nach dem nun ein Großteil der Gewinde geschnitten war (einige weitere wurden später noch in den entsprechenden Bauabschnitten geschnitten), konnte endlich mit dem Zusammenbau von Motor und Getriebe begonnen werden.
Hierbei wurde der 260er original Motor aus dem Baukasten verwendet während die dem Baukasten beiliegenden Kunststoffzahnräder und die Alu-Guß Kaderngelenke gegen die Metallzahnräder und die Stahldrehteile von dem Upgrade Kit ausgetauscht wurden.

Anmerkung: Alle metrische Schrauben wurden von mir mit etwas Schraubensicherungslack eingeklebt. Dieses soll ein Herausdrehen der Schrauben beim Fahrbetrieb durch Viberationen verhindern. Aber Achtung es sollte bedacht werden das ein späteres Lösen der Schrauben z. B. bei Wartung oder Reparatur mit Schwierigkeiten verbunden sein könnte!!!

Der 260er Motor und Getriebeeinheit

Dann habe ich mich dem Zusammenbau der beiden Pendelachsen mit den Kadernwellen gewidmet. Auch hier wurden die Kegelzahnräder aus Metall und aus Stahl gedrehten Kandergelenke aus dem Upgrade Kit verwendet. Damit die Achsen mit den Metallkegelzahnrädern passen und leichtgängig laufen musste in den Gehäusehälften der Pendelachsen Stege mit einem Dremel weggeschliffen werden.

Die weggeschliffenen Stege im Achsengehäuse

Die fertig montierten Pendelachsen wurden dann mit den Federn zusammen in das Alu Chassis eingebaut. Nach dem Einbau der Pendelachsen wurde das Lenkgestänge mit den ganzen Umlenkungen für die Allrad Lenkung mit dem Chassis und den Pendelachsen verschraubt. Hier musste darauf geachtet werden, dass die ganze Umlenkung sehr leichtgängig läuft. Vereinzelt mussten die Buchsen und Bohrungen der Umlenkhebel nachgearbeitet werden.

Die fertig montierten Pendelachsen Bei der Montage Das Chassis mit den Pendelachsen und der Anlenkung

Erste Fortschritte

Nach einem Gespräch mit Herrn Bieberich von Xion auf der Spielwarenmesse in Nürnberg wurde mir empfohlen für den Geländeeinsatz des Panzerspähwagens den 260er Baukasten Motor gegen einen 280er Motor (Graupner Race 280) auszutauschen. Der Baukasten Motor eignet sich eher nur für gerade Strecken oder etwas im Wohnzimmer herum zu fahren. Da bei uns in Siegen auf die schnelle kein 280er Graupner Motor zu bekommen war, habe ich mich für einen 280er Motor von Simprop entschieden und dieser Motor ist baugleich mit dem von Graupner. Also wurde die Motor und Getriebeeinheit nochmal auseinander gebaut und mit dem Aluhalter aus dem Uprgade Kit und dem 280er Simprop Motor wieder zusammengebaut. Nach dem Zusammenbau wurde der Motor noch mit drei Kondensatoren zum Entstören versehen.

Die Getriebeeinheit mit dem Simprop Motor Die drei Entstörkondensatoren

Im Anschluss wurde die neue Motor und Getriebeeinheit zusammen mit den Kardernwellen in das Chassis eingebaut. Ebenfalls wurde die Ladebuchse mit in das Chassis eingebaut. Nach einem kleinen Funktionstest stellte sich heraus, dass die Kardernwelle an der Buchse für die Durchführung der Lenkgestänge geschliffen haben. Also wurde an dieser Buchse am Chassis etwas mit der Dremel weggeschliffen. Danach wurde das Ganze noch einmal zusammengebaut und er Funktionstest verlief ohne Probleme.

Hier habe ich nachgearbeitet Die eingebaute Kardernwelle

Auf einen Blick, Motor, Getriebe und Kardernwelle

Im nächsten Schritt stand der Einbau der RC-Anlage auf dem Programm. Der Servo wurde gemäß der Bauanleitung in das Chassis eingebaut und mit dem Lenkgestänge verbunden. Auch der Akku bekam seinen Platz wie es in der Bauanleitung angegeben war. Der Empfänger wurde zwischen Lenkservo und Akku eingebaut. Der Booster 22x sollte seinen Platz über der Vorderachse bekommen. Dafür habe ich eine kleine ABS Platte auf den Vorderachstunnel geklebt. Der Ein- und Ausschalter wurde auch wie in der Bauanleitung angegeben in das Heck des Fahrzeugs eingebaut.

Die eingeklebte ABS Platte für den Booster

Eingebaute RC-Anlage  

Nach dem Einbau der RC Komponenten wurde der Akku, Regler, Schalter usw. noch mit Multiplex Steckern bzw. mit Buchsen versehen.

Anmerkung: Ich persönlich halte diese Stecker bzw. Buchsen für besser als die Serienmäßigen von Tamiya. Aus diesem Grund habe ich mir diese Mehrarbeit noch gemacht.

Einlöten der MPX Stecker

Nach dem nun die RC-Anlage eingebaut war konnte das Sd.Kfz. 222 seine ersten Meter im Wohnzimmer zurücklegen. Die Freude war nur von kurzer Dauer, als ich auf einmal merkte, dass auf der Vorderachse kein Vortrieb mehr war. So musste die Vorderachse noch einmal auseinandergebaut werden um Ursachenforschung zu betreiben. Der Fehler in der Vorderachse war schnell gefunden. Zwischen Karderngelenk und Kugellager war zu viel Spiel. Dadurch bewegte sich die Achse mit dem Kegelrad während des Fahrens hin und her und es fand vereinzelt kein Vortrieb statt. Der Fehler wurde von mir beseitig und auch die Hinterachse wurde auf diesen Fehler überprüft.

Aber ein Schreck kommt selten allein..... bei der Demontage der Achsen rissen mir einige Schraubeköpfe ab bzw. der Kreuzschlitzkopf drehte sich durch. Warum??? Klar, ich hatte doch die Schrauben mit Sicherungslack eingeklebt. Wie ich die abgerissenen Schrauben bzw. die defekten Gewinde repariert habe findet ihr in meinem gesonderten Bericht "Reparatur eines Gewindes". Also habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und alle Schrauben die sich im Chassis befanden entfernt und durch Inbusschrauben aus Stahl ausgetauscht. Diese lassen sich bei einer gegebenenfalls anfallenden Demontage besser wieder rein- und rausdrehen. Auch habe ich bei einigen Schrauben auf den Sicherungslack verzichtet.

Das Modell mit den neu versehenen Inbusschrauben

Das Modell mit den neu versehenen Inbusschrauben

Es nimmt so langsam Gestalt an

Nach dem nun das Chassis weitgehend zusammengebaut und funktionsfähig war, widmete ich mich dem Zusammenbau der KwK.....

Die KwK in Teilen

Die zusammengebaute KwK  

.....und auch Trümmerschutzgitter für den Turm wurde von mir entsprechend gebogen und mit den Befestigungsscharnieren versehen.

Trümmerschutzgitter mit Kunsstoffscharnieren

Da mir die Kunststoffscharniere einen nicht so stabilen Eindruck machten und ich mir vorstellen konnte, dass diese schnell kaputt gehen, habe ich mich entschieden die Kunststoffscharniere gegen Messingscharniere auszutauschen. Meine vorhandenen Messingscharniere erschienen mir jedoch etwas zu groß, daher wurden sie einfach etwas gekürzt.

Die Original Messingscharniere Die gekürzten Messingscharniere

Die Trümmerschutzgitter mussten mit einem 1,2 mm Bohrer etwas aufgebohrt werden bevor die Messingscharniere mit M1,2 Messing Schrauben und Muttern an diesem festgeschraubt werden konnten. Das Ganze wurde dann am Turm ebenfalls mit M1,2 Messing Schrauben und Muttern angeschraubt.

Das Material

Aufbohren der Gitter Montage am Turm Das Endergebnis

Chassis, Karosse und Turm mit KwK

Im nächsten Schritt habe ich mich diversen Arbeiten an der Karrosse gewidmet. So wurden z. B. das Turmausenteil mit dem Turminnenteil verklebt, die Karrosseriebefestigungen.....

Die Karosseriebefestigung Die eingebaute Karosseriebefestigung

.....die Splitterschutzrahmen mit Winkelspiegelfenster.....

Winkelspiegelfenster mit Splitterschutzrahmen

.....und die Kotflügel angebracht. Wie im nächsten Bild gut zu erkennen ist, ein für Resin typischer Fehler. Bei diesem Kotflügel hat sich ein großer Lufteinschluss gebildet.

Der große Lufteinschluss am Kotflügel Der angeschraubte Kotflügel

An dieser Stelle möchte ich noch eine Anmerkung zu Resinteilen machen: Resin ist ein Zwei Komponenten Kunststoff der nach dem Gießen und aushärten etwas spröder ist wie z. B. ABS Kunststoff. Dadurch ist ein Resinteil etwas bruchgefährdeter. Ein nicht ganz passendes Resinteil kann man z. B. über Wasserdampf erwärmen und dadurch Nachformen. Bei Resin Modellen kommt es oft zu Lufteinschlüssen, diese lassen sich nicht ganz vermeiden und sind ein typischer Charakter für diesen Kunststoff. Diese Lufteinschlüsse lassen sich mit einer Zwei-Komponenten Spachtelmasse oder Kleber beseitigen. Ich nutzte dafür, für kleine Einschlüsse, das von Rai-Ro angebotene Wachsspachtelgerät und für größere Einschlüsse einen Zwei-Komponeten Kleber. Im Gegensatz zu ABS der mit einem speziellen Plastik-Kleber geklebt wird, kann man Resin nur mit einem Zwei-Komponenten Kleber (z. B. Uhu plus oder Stabilit Express) oder Sekundenkleber kleben. Die Resin Oberfläche muß dafür fettfrei und etwas angerauht sein. Zum Entfetten empfehle ich reinen Alkohol.

Folgende Sicherheits Maßnahmen sollten beim Arbeiten mit Resin beachtet werden: Um die Angüsse an Resin Stücken zu entfernen wird meistens ein scharfes Cutter-Messer genutzt. Vorsicht beim Umgang mit diesen Messern. Beim schleifen von Resin sollte das Rauchen, Trinken oder Essen vermieden werden. Auch der Schleifstaub sollte nich eingeatmet werden und man sollte für entsprechende Belüftung sorgen, da Resinstaub gesundheitsgefährdend ist.

Schneiden von Resinteilen Schleifen von Resinteilen

Mit scharfen Messern sollte man aufpassen!!!

Mittlerweile ist bei mir das von Xion angebotene Ätzteile Set für den Sd.Kfz. 222 eingetroffen. Dieses Set beinhaltet ein Motorlüftungsgitter, Zusatzhalter für Kanister und Tankdeckel zur besseren Detaillierung des Modells.

Nun wurde der Einbau des Lüftungsgitters vorgenommen. Das neue Ätzteil Gitter wurde auf dem an der Karosse angedeuteten Lüftungsgitter angehalten und die Schneidkante angezeichnet. Mit der Dremel und einer Trennscheibe wurde entlang der Schneidkante ausgeschnitten. Anschließend wurde die Kante mit Feile und Schleifpapier gleichmäßig geglättet. Das Äzteil Gitter wurde mit Sekundenkleber fixiert und nach dem trockenen des Sekundenklebers entlang der Schneidkante mit Zwei-Komponenten Kleber (Uhu plus) eingegossen.

Das in der Karosserie angedeutete Motor Lüftungsgitter Das angehaltene Ätzteil
Heraustrennen vom Kunststoffgitter Das herausgetrennte Kunststoffgitter

Das neu eingesetzte Äztteilgitter

Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, den Turm drehbar zu machen. Aber wie??? Eine 360 Grad Drehung erschien mir zu aufwendig, da sich durch die Karosseriebefestigung der Turm nicht um 360 Grad drehen läßt. Ebenfalls müsste die Antenne mit Kabel entsprechend geändert werden und der Turmantrieb würde meiner Meinung nach sehr groß werden und nicht richtig in das Modell passen.

Die Karosseriebefestigung, die ein Drehen um

360 Grad verhindern

So habe ich mich für eine Drehung um ca. 90 Grad, also 45 Grad pro Seite entschieden. Das Ganze habe ich relativ einfach mit einem Mini-Servo, zwei Kugelköpfen, zwei Kugelpfannen, einer Gewindestange, zwei Servo-Armen, Unterlegscheiben zum Spielausgleich und einer Schneidschraube mit Sicherungsring gelöst.

Die verwendeten Materialien

Der Turm wurde von oben in die Karosserie eingesteckt und von unten mit einem Servo-Arm, der Schneidschraube und dem Sicherungsring verschraubt. Die Unterlegscheibe diente dabei zum Spielausgleich, damit der Turm nicht so wackelt.

Der Turmantrieb

Der Servo wurde einfach von unten in die Karosserie eingeklebt. Die Kugelspannen wurden mit den Gewindestangen zusammengeschraubt, auf die richtige Länge eingestellt und mit den in die Servo-Armen eingeschraubten Kugelköpfe verbunden.

Der fertige Turmantrieb

Der erste Funktionstest sah vielversprechend aus, aber kein Tag an dem nichts schief geht!
Bei dem genauen ausrichten des Turms war es dann passiert, der Bolzen im Turm ist beim Anziehen der Schneidschraube abgerissen.

Der intakte Bolzen Der abgerissene Bolzen

Guter Rat teuer, was tun???

Grübel, Grübel......

Als erstes habe ich dann das ausgebrochene Turminnenteil ausgebohrt.

Das Innenteil, ausgebohrt

Für dieses Innenteil habe ich dann einen neuen Bolzen aus Aluminium gedreht. Für einen Bolzen habe ich mich entschieden, weil ich Anfangs auch versuche mit einer Buchse und mit einer Schraube gemacht habe. Letztendlich finde ich die Lösung mit dem Bolzen besser.

Der gedrehte Alubolzen

Dieser Bolzen wurde nun mit Stabilit Express in das Turminnenteil eingeklebt.

Der eingeklebte Bolzen beim trocknen Der eingeklebte Bolzen, Ansicht von oben

Die in die Karosserie eingegossene Buchse für die Turmbefestigung wurde ausgebohrt. Dafür habe ich dann auch eine neue Buchse aus Aluminium passend zu dem neuen Bolzen im Turminnenteil gedreht. Diese Alu Buchse wurde ebenfalls mit Stabilit Express in die Karosserie eingeklebt.

Aufgebohrt für die neue Alu Buchse Die Alu Buchse eingeklebt von unten Die Alu Buchse, Ansicht von oben

Das Ganze wurde nach dem Trocknen wieder zusammengebaut und sah dann so aus.

Anmerkung: Der einzigste Unterschied zu vorher statt eine Schneidschraube muss nun eine Mutter M4 mit Sicherungsring verwendet werden.

Der reparierte Turmantrieb

Es wird und wird und wird.............

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Baubericht Seite 2 SdKfz 222