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Normandie Sommer 1944

Normandie 1944

Hier stelle ich mein neu begonnenes Langzeit-Projekt vor, ein Diorama im Maßstab 1:16. Nach der Fertigstellung wird es eine Gesamtlänge von ca. 3,00 m und eine Breite von ca. 1 m haben. Bauen werde ich es in einer Modul-Bauweise, was bedeudet, das ich immer kleine Einzel-Dioramen fertigstelle die zum Schluß miteinander verschraubt werden.

Dargestellt wird die Normandie im Spätsommer 1944.

Baubeginn war der 01.07.2007 und nun seht hier die ersten Bilder von dem Projekt.

Hier wird das Diroama stehen

Begonnen habe ich damit die Grundplatten für die ersten zwei Module mit einem Holzlattenrahmen zu verstärken. Der Holzrahmen dient nicht nur zur Verstärkung sondern auch dazu um die einzelnen Module später mittels Möbelbschrauben miteinander zu verschrauben. Das erste Modul hat eine Größe von 1,00 m x 0,60 m und das zweite Modul hat eine Größe von 0,80 m x 0,60 m. Für die Grundplatten verwende ich 10 mm starkes Sperrholz, feuchtigkeitsbeständig.

Folgende Materialien wurden dafür benötigt:

- Schrauben 3,0 x 25 mm,
- Holzleim,
- Holzlatten,
- Möbelschrauben und natürlich,
- Sperrholz in den angegebenen Maßen.

der Holzrahmen wird verklebt und verschraubt der fertige Holzrahmen
die Grundplatte des ersten Moduls und hier mit der zweiten Grundplatte

Für die nachfolgende Geländegestaltung benötige ich die folgenden Materialien:

- Hartschaumplatten,
- PU-Schaum,
- Geländefließ von ER-Decor,
- Hydrofibre Geländebaumasse von ER-Decor,
- Streugras,
- Stypropor Hartschaumkleber (Uhu por) und
- Sprühkleber.

Die Hartschaumplatten wurden mittels eines scharfen Messers in die richtige Größe geschnitten und mit dem Styropor-Kleber in einer Wabenform auf die Grundplatte aufgeklebt. Die Waben wurden im Anschluß daran mit dem PU-Schaum ausgeschäumt und nach dem trocknen wurde der zuviel aufgewollene PU-Schaum mit dem scharfen Messer entfernt.

der Umriss die Querstreben zur besseren Stabilität die fertige Wabenform
das Ausschäumen der aufgegwollene PU-Schaum beim Entfernen des PU-Schaums

Die nun ausgefüllte Grundplatte des ersten Moduls

Im Anschluss wurde das Geländevlies mit dem Styropor-Kleber auf die Grundplatte aufgeklebt.

Die Grundplatte mit dem aufgeklebten Vlies

In einem weiteren Schritt wurde nun die Hydrofibre Masse in einer Schüssel angerührt. Danach wurde die Masse auf das Vlies augetragen und in die entsprechende Form eines Feldweges mit Graben gebracht. Nach dem begrünen der Ränder bin ich dann zuerst mit einem Modell-Panzer über die frische Masse gefahren um Kettenspuren zu erhalten. Gleich im Anschluss habe ich dann weitere Fahrzeugspuren durch eingedrücken in den Feldweg dargestellt. Nach dem nun das alles soweit fertig war habe ich in der rechten Ecke noch ein Geländeteil mit einem kleinen Fels eingefügt und mit der Hydrofibre Masse umgeben und begrünt.


Kurze Info zu der verwendeten Hydrofibre Masse:

ER-Hydrofibre Geländemasse besteht aus Kunststoffasern, die mit einem Spezialleim und Wasser zu einer leicht zu verarbeitenden Masse angerührt werden. Den Spezialleim gibt es auch mit verschiedenen Farbpikmenten, so kann man die Masse schon in einer Grundfarbe anrühren. Die Modelliermasse klebt auf allen sauberen und fettfreien Untergründen. Die Masse läßt sich auch nach dem durchtrocknen wieder mit Wasser anfeuchten und kann dann nochmals neu modelliert bzw. verändert werden. So können auch Abdrücke noch im nachhinein ausgebessert und nachträglich eingefügt werden. Zu dem läßt sich diese Masse relativ leicht verarbeiten und das über einen längeren Zeitraum. Streufasern, Bäume usw. können noch im feuchten Zustand direkt angebracht werden ohne zusätzlichen Leim oder Kleber.
Allerdings hat die Masse auch einen entscheidenden Nachteil, sie ist erst nach ca. 6 bis 10 Tagen durchgetrocknet, je nach dem wie dick diese aufgebracht wurde.

Hydrofibre Kunststoffasern anrühren der Masse die fertige Masse

Die aufgetragene Masse

das begrünen der Ränder  
eindrücken der Kettenspuren die fertigen Spuren

So jetzt muss die ganze Masse erstmal durchtrocknen also heißt es jetzt erstmal wieder warten.

Während die Masse trocknet habe ich mich in der Zwischenzeit um den Bau des Bunkers gekümmert, der auch mal auf das Diorama soll.

Der Bunker ist ein Gips-Bausatz im Maßstab 1/16 der polnischen Firma Profit. Nach einigen Versuchen bin ich zu dem Entschluß gekommen die einzelnen Gips-Teile mit Uhu por zu verkleben. Auf die einzelnen Bauschritte gehe ich hier nicht großartig ein, da sich das Modell sehr schnell zusammen bauen ließ. Zwar passten die Teile nicht besonders gut zusammen aber mit einer Feile und ein bißchen Spachtel war das kein Problem.

Die Teile des Bunkers im Überblick

Da der Bunker keine Rückwand und nur eine Seitenwand (siehe letztes Bild oben) besitzt, habe ich mich dazu entschlossen, die eine fehlende Seite mit einer Styroporplatte zu schließen. Mit einem Styropor-Schneider habe ich mir ein Stück Styropor zurecht geschnitten. Diese Platte wurde einfach nur in die offene Seite eingeklebt.

ausschneiden der Styroporplatte beim einkleben
die eingeklebte.... ....Styroporplatte

So und nun noch etwas Farbe und Spachtel für den Feinschliff und schon wäre der Bunker fertig.... aber das kommt später.

Die Fertigstellung des Bunkers folgt in Kürze....

Für ein Landschafts-Diorama braucht man natürlich auch Bäume, diese Suche gestaltet sich bei diesem Maßstab etwas schwierig. Einen Teil der Bäume habe ich mir selber gefertigt, siehe Bericht unter dies & das, Tips & Tricks, Herstellung von Tannen.
Den anderen Teil der Bäume habe ich mir in einem Modellbahnladen bestellt. Es handelt sich um Bäume von der Firma NOCH. Diese sind im Maßstab 1:22,5 (Spur G). Ich finde aber, man kann diesen Maßstab bei Bäumen hier durchaus einsetzen. Es gibt zwar noch die Möglichkeit, sich Bäume von dem ein oder anderen Kleinserien-Hersteller exklusiv fertigen zu lassen, dass hat aber starke Auswirkungen auf die Geldbörse. So habe ich 16 Bäume zum gleichen Preis bekommen als wenn ich zwei Bäume von einem Kleinserien-Hersteller genommen hätte. Sicherlich hätte ich bei den Bäumen von einem Kleinserien-Hersteller den Vorteil gehabt, dass man mehr Details sieht und die Bäume noch echter wirken, ich finde aber das die Bäume von NOCH der ideale Kompromiss sind. Sehen sie doch auch fast aus wie echt.

Nach 1 1/2 Wochen Lieferzeit waren sie dann endlich da!

der volle Karton.... ....ganz stolz beim auspacken.... ....die Bäume im Überblick

Nach dem abtrocknen der Hydrofibre Geländebaumasse von ER-Decor (was dann doch fast 3 Wochen dauerte, lag aber daran, dass ich die Masse mit sehr viel Wasser angerührt hatte) geht es nun endlich weiter, und zwar mit dem setzen der Bäume für den Tannenwald.

Folgend nun einige Impressionen bei der Erstellung des Tannenwaldes.

wie ordnet man die Bäume an? beim zuordnen

Das befestigen der gekauften Tannen erfolgte mittels Heißkleber. Für meine selbst gefertigten Tannen musste vorher noch ein kleines Loch gebohrt werden, in das später der Stamm gesteckt wurde und ebenfalls mittels Heißkleber verklebt wurde.

Nach dem nun die Tannen zugeordnet und befestigt waren wurde nun der Waldboden gestaltet.

Dazu wurde das unten folgende dunkelbraune Beflockungs-Material von der Firma Faller aus dem Eisenbahnmodellbau verwendet.
Damit das Beflockungs-Material auch auf dem Diorama haften bleibt habe ich von Uhu den Sprühkleber verwendet.

das auftragen vom Sprühkleber das anschließende aufstreuen des Beflockungs-Materials
beim beflocken das fertige Ergebnis
der fertige Tannenwald der Tannenwald-Boden im Detail

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