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Slotbahn

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In dieser Rubrik stelle ich meine Slotbahn vor, den "Siegerland-Ring".

Eine Slotbahn hat mich in den letzten Jahren schon immer fasziniert. Doch leider habe ich nie den Platz dafür gehabt eine Bahn fest aufzubauen und die Bahn immer wieder auf dem Boden auf und abzubauen (Teppichrutscher) das ist nicht so mein Ding. Von daher hat sich das Thema Slotbahn auch immer wieder erledigt bzw. wurde in den ganz tiefen Hintergrund verbannt.
Nun hat es sich tollerweise so ergeben das ich unsere Garage dafür nutzen kann und so konnte ich ab diesem Jahr "2013" Schritt für Schritt eine feste Slotbahn aufbauen.

Der Siegerland-Ring, eine Rennstrecke ensteht!

Fange ich aber mal von vorne an. Nach dem klar war das der Platz für eine Bahn zur Verfügung steht habe ich mich intensiv mit dem Thema Slotbahn beschäftigt. Hier gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, Analog oder Digital, Carrera, Ninco usw. oder eine selbstgebaute Holzbahn. Auch der Maßstab spielt eine Rolle 1:24, 1:32 oder 1:43 .
Eine Holzbahn sollte für mich am Anfang nicht in Frage kommen und so habe ich mich für Carrera als Schienensystem und Fahrzeuge im Maßstab 1:32 entschieden. Das hat zwei Hauptgründe, zum einen die Schienen sind für den Maßstab 1:24 und 1:32 ausgelegt und zum anderen sind die Stromleiter der Schienen aus Edelstahl was ich bei dem Aufbau in der Garage als Vorteil ansehe. Zudem sollte es eine digitale Bahn sein. Für mich persönlich sehe ich hier mehr Möglichkeiten wie z.B. mit bis zu 6 Autos gleichzeitig auf einer 2 spurigen Bahn fahren, oder Boxenstopps einzulegen. Außerdem hat man die Möglichkeit mit etwas Geschick eine digitale Bahn auf ein Dualsystem umzubauen. Dann kann man Analog und Digital fahren, aber das ist für mich erst einmal Zukunftsmusik.

In dem nachfolgenden Bericht möchte ich über den Bau von meiner Carrera Bahn von Anfang bis zum Ende berichten.

Als erstes stand die Streckenplanung auf dem Programm, hier musste ich mich entscheiden was ich möchte, Rundstrecke, Bergrennstrecke oder eine Ralleystrecke. Auch ist eine große Überlegung gewesen viel Fahrstrecke und dafür wenig Landschaftsgestalltung oder weniger Fahrstrecke und mehr bzw. auch eine reale Landschaftsgestalltung.
Nach einigen Recherchen und vielen Bildern von anderen Slotbahnen habe ich mich für eine Strecke aus der Epoche der 70er / 80er Jahre die den Nürburgring insbesondere Teile der Nordschleife als Vorbild hat entschieden. Es soll eine Strecke mit Bergauf und Bergab Passagen sowie mit engen und langen Kurven werden. Inspiriert dazu hat mich die Strecke von Rennbahn132.de .

In den Slotcarforen "Slotkaoten / Bahnbau Fred"und "Slotcarforum" habe ich mir Tipps über die Streckenführung geholt. Auch wurden Diskussionen geführt ob es Sinn macht eine Bahn in der Garage aufzubauen wegen der Temperaturschwankungen. Da ich aber die Garage innen noch mit Holz verkleiden und dämmen möchte, sehe ich da keine allzu großen Probleme. Als Platz stehen mir in der Garage ca. 5m x 3m zur Verfügung.
Mit Hilfe von dem Autorennbahnplaner habe ich mir dann die folgende Strecke entworfen.

Im nachfolgenden Bild sind die Streckenteile farbig dargestellt, so kann man die unterschiedlichen Kurvenradien schön erkennen.

Zu Weihnachten war es dann soweit, der Weihnachtsmann hat mir eine Startpackung mit ein paar Zubehörteilen gebracht.

Auch wenn ich nicht so der "Teppichrutscher" bin, konnte ich nicht wiederstehen und habe mir zwischen den Jahren eine kleine Teststrecke auf dem Boden aufgebaut.

Unsere Hunde hatten ebenfalls ihren Spaß dabei........

Aber nun wieder zurück zum Thema. Bevor ich mit dem eigentlichen Bahnbau beginnen kann, muss erst einmal die Garage entrümpelt, und mit dem Innenausbau begonnen werden.

Hier die Vorderansicht von meinem neuen Reich..... .....und hier von hinten. Ja, da wartet noch viel Arbeit auf mich!

Nach dem Entrümpeln meiner neuen heiligen Halle wurde mit dem Innenaubau begonnen. Als erstes habe ich die Konterlattung für die Wandvertäfelung angebracht. Danach wurde die neue Stromleitung verlegt und die Decke gestrichen.

Die angebrachte Konterlattung..... .....und die..... neue Stromleitung.

Gleichzeitig mit dem Vertäfeln der Wände.....

.....wurden auch die neuen Verteilerdosen, Steckdosen und Schalter gesetzt.

Die fertige Wandvertäfelung sieht dann so aus:

Nun kam der Boden an die Reihe. Entschieden habe ich mich für Laminat. Zum einen kann ich den selber verlegen und zum anderen denke ich das dieser wärmer ist als Fliesen. Zur besseren Isolation vom Boden und als Trittschalldämmung wurde unter dem Laminat eine Styropormatte mit Alubeschichtung verwendet.

Trittschalldämmung und Laminat - beim Verlegen

Was in in meiner Slotbahngarage nicht fehlen sollte ist eine kleine Arbeitsplatte oder Werkbank. Aus Platzgründen habe ich mich für eine Tischlerplatte über Eck entschieden.

Die Arbeitsplatte mit dem Gasofen

Das Gesamtergebnis sieht dann so aus.

Endlich.... meine Garage war soweit fertig. Ein paar Feinheiten ums Fenster noch, aber das wird so nach und nach noch gemacht.

Nun war ich heiß darauf endlich mein Layout auf den Boden zu bringen, also mit dem eigentlichen Bahnbau zu beginnen.

Der Probeaufbau der Bahn wurde auf dem Boden gemacht. Aber schnell bin ich wieder in die Realität zurück geholt worden. Meine Bahn paßte nicht so in die Räumlichkeiten als wie ich es mir vorstellte und wie es sein sollte.

Nach ein paar Stunden frust bin ich dann aber dazu übergegangen mir am Rechner ein neues Layout zu entwerfen.

Das neue Layout sieht dann wie folgt aus:

Im nachfolgenden Bild sind die Streckenteile farbig dargestellt, so kann man die unterschiedlichen Kurvenradien schön erkennen.

Hier ein paar Daten zur Strecke:

Fahrstrecke 18,6 m beide Slot´s, Pitlane mit einer Tankfunktion, 2 doppel Weichen und geplant ist noch je eine Kurvenweiche rechts und links.


Nun folgte der 2. Versuch vom Probeaufbau.

Während des Aufbau´s der Strecke kam ein Sachverständiger der den Aufbau kontrollierte und den Streckenverlauf abgenommen hat.

Ja, hat alles seine Richtigkeit..... .....und die Autos fahren auch. Die Bahn wird freigegeben!!!

Die aufgebaute Strecke sieht dann wie folgt aus:

Es wurden einige hundert Runden gefahren und getestet was man evtl. verändern kann. Da die eigendliche Bahn Bergauf und Bergab Passagen haben soll wurden auch diese hier provisorisch eingebaut um zu testen wie sich dadurch das Fahrverhalten der Fahrzeuge ändert.

Das ganze sieht dann wie folgt aus:

Auch jetzt wurden wieder einige hundert Runden zum Testen gedreht und ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen das der Streckenverlauf so bleiben soll.

Eine schnellste Runde steht mit 5.873 Sekunden auch schon........ aber ich denke da geht noch einiges!

Zwischenzeitig wurde mit dem Bau von dem Untergestell begonnen. Der Einfachheitshalber und aus Platzgründen habe ich das Untergestell in Zusammenarbeit mit meinem Arbeitskollegen auf der Arbeit gebaut.
Das Untergestell hat die Maße von 4,40 m x 2,00 m und ist 0,80 m hoch. Damit ich in meiner Garage wenigstens etwas Bewegungsfreiheit behalte, wurde das Gestell mit 8 Rollen versehen um die Bahn bewegen zu können.
Die Unterkonstruktion wurde aus Holz gebaut. Die dafür benötigten Balken und Dachlatten stammen aus Resten unserer Firma. Die Bretter für den Boden konnte ich mir von einem benachbarten Dachdeckerbetrieb besorgen. Somit hat mich das Untergestell gerade mal 45 € für die Rollen und ein paar Schrauben gekostet.

Begeisterte Hilfe von meinem Arbeitskollegen

Der Rahmen vom Untergestell  

Am Abend wurde in meiner heiligen Halle die provisorische Bahn wieder abgebaut um Platz für das Untergestell zu schaffen......

.....aber nicht ohne vorher noch ein paar Runden zu drehen!

Der Transport vom Untergestell zu seinem eigendlichen Bestimmungsort erfolgte dann per LKW. Ist doch gut wenn man diese Möglichkeit von der Arbeit (Allrohr) aus hat. Von dieser Stelle aus ein Dankeschön an meine Chef´s.

In der Garage angekommen sieht man dann doch erst einmal wie groß das Ganze ist!

Die Bretter für den Boden wurden erst einmal proviesorisch eingelegt, dann kommen auch schon erste Zweifel auf ob denn das ganze so paßt wie es auf dem Boden aufgebaut war???

Und genau so war es auch. Mein geplantes Layout auf dem Untergestell aufgebaut bedeutet keinerlei Bewegungsfreiheit mehr in der Garage und das trotz eines beweglichen Untergestells.
Das betdeutet das ich mir schon wieder Gedanken über ein neues Layout machen musste. Also wurden einige Stunden mit dem Autorennbahnplaner und Recherchen im Slotkaoten Forum (mein Bahnbauthread) zugebracht und dabei bin ich zu dem folgendem Layout gekommen.

Hier ein paar Daten zur Strecke:
Fahrstrecke 18,2 m beide Slot´s, Pitlane mit einer Tankfunktion, 2 doppel Weichen und geplant ist evtl. noch je eine Kurvenweiche rechts und links.

Der Versatz vom Bahnanfang und Bahnende verschwindet bei der aufgebauten Strecke komplett.

Um noch mehr Platz zu gewinnen habe ich sogar noch das Untergestell abgeändert. So wurde auf der rechten Seite die hinteren Füße um ca. 60 cm weiter nach innen gesetzt. Dadurch hatte ich dann die Möglichkeit die aufliegenden Bretter auf der rechten Seite dem Radius der langgezogenen Kurve anzupassen, was auch wiederum mehr Beweglichkeit bedeudet. Die Abmessung vom Untergestell hat sich dabei aber nicht wesentlich verändert und beträgt 4,40 m x 2,00 m mit einer Höhe von 0,80 m.

Angelegt sieht das Ganze dann so aus.

Schnell wurde der Rest von der Bahn aufgebaut und die ersten Testrunden gedreht.

Die Strecke läßt sich sehr gut fahren und macht zu dem noch mehr Spaß als mein vorheriges Layout.

Bevor ich aber mit dem Festaufbau anfange wurde die Strecke noch provisorisch auf das genaue Nivau der eigentlichen Streckenabschnitte gebracht.
Auch jetzt wurden wieder etliche Runden getestet. Einzigster Nachteil, da sich an den Bahnenden noch keine Banden befinden, musste man sich beim Testen aber um einiges zurückhalten damit die Fahrzeuge nicht von der Platte fallen.

Nach einigen Stunden des Testen alleine, mit Freunden zusammen und auch durch das Fahren auf anderen Bahnen bin ich (wir) immer wieder auf Verbesserungen für mein Layout gekommen. Manchmal nur Kleinigkeiten, aber auch diese sollen vor dem Beginn des Festaufbaus natürlich noch ausprobiert und getestet werden.

Und genau das wurde mir vor Beginn meiner Planungen schon in Foren und persönlich gesagt...... "erst ausgibig Testen und Ausprobieren bevor man mit einem Festaufbau anfängt. Es treten immer noch Veränderungen auf." Ich habe das anfangs belächelt und heute kann ich nur jedem Neuanfänger das Gleiche mit auf den Weg geben. Es spart Geld und unnötige Arbeiten an der Bahn.

Aus diesem Grund hier jetzt mal meine Layout´s in chronologischer Reihenfolge von der ersten Idee bis zum Beginn des Festaufbau:

Das erste Layout, der Grundgedanke von meiner Bahnplanung.
Das zweite Layout, auf dem Boden aufgebaut machte sehr viel Spaß. Leider passte es wegen eines Planungsfehlers nicht auf das Untergestell.
Das dritte Layout, angepasst auf das Untergestell.
Die weichere Einfahrt in die Boxengasse mit Ausfahrt nach der ersten Kurve.
Das vierte Layout, die Vorstufe für den Festaufbau.
Das fünfte Layout, hier wurde die Gegengerade 3 spurig ausgebaut.

Der Festaufbau

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